Vitalpilze im Überblick

Ein "Geheimtipp" vieler Heilpraktiker zur Stärkung der Abwehr- und Selbstheilungskräfte sind Vitalpilze wie beispielsweise Shiitake, Maitake und Reishi. Diese Helfer aus der Apotheke der Natur werden schon seit vielen Jahrhunderten in der asiatischen Heiltradition erfolgreich verwendet. Auch in Deutschland wächst ständig das Interesse an der Mykotherapie (Pilzheilkunde) mit ihren vielen, oft verblüffenden Heilerfolgen. Ein geschwächtes Immunsystem kann Krankheiten kaum etwas entgegenstellen. Hier setzt die wirkungsvolle Hilfe von Vitalpilzen an. Sie liefern wahre Kraftpakete an Inhaltsstoffen zur Abwehr und Bekämpfung von Beschwerden: große Mengen an Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und hochwirksamen Polysacchariden (Mehrfachzuckern). Besonders der Gehalt an Beta-D-Glucan ist hier hervorzuheben. Dieser Stoff spielt bei der Steuerung der Immunantwort eine wichtige Rolle. Durch ihre optimale Zusammensetzung an Inhaltsstoffen wächst die therapeutische Bedeutung der Heilpilze beispielsweise auch bei Allergien, Entzündungen des Verdauungstraktes und der Haut. Bei allergischen Reaktionen kommt es zu einer "überschießenden", unnatürlich starken Abwehrreaktion des Körpers gegen an sich harmlose Substanzen aus der Umwelt (beispielsweise Pollen oder Hundehaare). Die ausgleichende Wirkung der Vitalpilze sorgt hier für eine länger anhaltende Regulation des überreizten Immunsystems des Allergikers. Das gilt auch speziell für die Darmschleimhaut, wo viele Allergien, auch die der Atemwege und der Haut, ihren Ursprung haben. Bei Allergien werden in der Mykotherapie die Vitalpilze Reishi (auch Ling Zhi, Ganoderma lucidum und Glänzender Lackporling genannt), Hericium (H. erinaceus / Igelstachelbart / Affenkopfpilz) und Agaricus (Agaricus blazei murrill / ABM / Mandelpilz) eingesetzt.

Ein weiteres Feld mit vielen Behandlungserfolgen durch Vitalpilze sind die typischen Wohlstandserkrankungen wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Gicht. Bei Übergewicht und manchen seiner Folgeerkrankungen sind zum einen die regulierenden Eigenschaften der Heilpilze wichtig; zum anderen stellen Pilze allgemein eine kalorienarme, aber ernährungsphysiologisch wertvolle Nahrung dar, die gut sättigt und die Ausscheidung von Schlacken aus dem Körper unterstützt. Hier haben sich ergänzend zu einer gesunden Diät die Vitalpilze Maitake (Grifola frondosa / Klapperschwamm), Reishi und Polyporus (P. umbellatus / Eichhase / Zhu ling) bewährt. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen können je nach Ursache Reishi (gilt hier als besonders wirkungsvoll), Shiitake (Lentinula edodes), Maitake, Coprinus (C. comatus / Schopftintling) und Auricularia (A. polytricha / Chinesische Morchel / Judasohr) helfen. Ähnliches gilt bei Bluthochdruck (außer Auricularia). Bei Fettstoffwechselstörungen unterstützen Shiitake und Polyporus eine Normalisierung. Diabetes kann durch Coprinus und Maitake positiv beeinflußt werden. Bei Gicht haben sich Reishi und Shiitake bewährt. Ferner stabilisieren Vitalpilze das Immunsystem, können das Wachstum von Krebstumoren hemmen und fördern die Zellerneuerung. Vor allem die spezifischen Polysaccharide der Pilze sollen die Immunabwehr aktivieren und sich hemmend auf die Bildung und das Wachstum von Tumoren auswirken. Diese Eigenschaften sind zum einen bei der Vorbeugung und bei der Verhinderung von Rezidiven wichtig. Die Polysaccharide tragen nachweislich zum Abfangen zellschädigender freier Radikale bei und verhindern auch wirksam viele Schädigungen durch Umwelt- oder Nahrungsmittelgifte. Bei fortgeschrittenen Krebs-Erkrankungen können die Biovitalstofe der Pilze das Allgemeinbefinden und die Abwehrkräfte der oft stark geschwächten Patienten steigern.

Ähnliches gilt für die begleitende Anwendung von Vitalpilzen unterstützend zu einer Chemotherapie. Auch hier ist die stärkende, kräftigende Wirkung der Vitalpilze sehr hilfreich. Außerdem können die Nebenwirkungen von Chemotherapien (Übelkeit, Gewichtsverlust etc.) durch Unterstützung der Blutbildung im Knochenmark gemindert und die Gefahr von Infektionen durch die antibakteriellen, antiviralen und entzündungshemmenden Eigenschaften der Heilpilze herabgesetzt werden. Zur Stabilisierung des Immunsystems, vor allem bei Krebserkrankungen, hat sich speziell der Mandelpilz (Agaricus blazei murrill) vielfach bewährt. In Japan ist er offiziell als Krebsmedikament zugelassen. Auch mit Coriolus versicolor (Schmetterlingstramete), Maitake, Reishi und Shiitake konnten sehr positive Erfahrungen in der unterstützenden Therapie von Krebserkrankungen gemacht werden. Bei einer Therapie mit den natürlichen Wirkstoffen aus Vitalpilzen ist das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen, auch bei höheren Dosierungen, sehr gering. Daher sind sie auch zur Behandlung von chronischen Erkrankungen bestens geeignet. Sie wirken eher auf ganzheitlichem Wege wie besonders gesunde Lebensmittel. Allerdings besitzen sie durch einzigartige Kombinationen von Wirkstoffen oft mehrere positive Wirkungen auf einmal. "Das Besondere ist, Vitalpilze bekämpfen die Ursache einer Erkrankung - und damit verschwinden dann auch die lästigen Symptome", berichtet Dr. med. Heinz Knopf von der Gesellschaft für Vitalpilzkunde. Selbst bei schweren Erkrankungen können Heilimpulse von den besonderen Wirkstoffkombinationen der Vitalpilze wie beispielsweise Agaricus (Mandelpilz) ausgehen. Diese führen zu einer Stimulation der Abwehr und zu mehr Lebensenergie. Die Gesundheit wird stabilisiert und die Genesung gefördert. Vitalpilze stehen daher nicht in Konkurrenz zur Schulmedizin, sondern stellen eine sinnvolle Ergänzung zu herkömmlichen medizinischen Methoden und Therapien dar.

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