Coriolus versicolor - die Schmetterlingstramete

Der Coriolus versicolor, der auch Schmetterlingstramete oder Schmetterlingssporling genannt wird, ist ein Saprophyt und Wundparasit, der sich auch in europäischen Wäldern und dort besonders auf toten oder verletzten Laubbäumen wie Buche, Kirsche, Weide, Birke und Pappel wohl fühlt. Gelegentlich findet er sich auch an Fichten. Der Coriolus versicolor wächst ganzjährig und ist in der Natur als Holzzersetzer bedeutend, da er Weißfäule verursacht. Die Schmetterlingstramete wächst oft in großen Kolonien im Holz von Stubben. Man erkennt den Coriolus versicolor an seinem lederigen, zähen Fruchtkörper und den halbkreis- beziehungsweise fächerförmigen Hüten, die fünf bis acht Zentimeter breit werden und dachziegelartig geformt sind. Der Fruchtkörper glänzt ist an der Oberfläche seidig, ist teilweise leicht behaart und vielfarbig. Hier reicht das farbliche Spektrum von gelb bis fast schwarz. Die Unterseite ist hell und hat kleine Poren. Weil der Coriolus versicolor so dekorativ gefärbt ist und glänzt, wurde er früher von Damen als Hutschmuck getragen - er war besonders an schwarzen Samthüten beliebt. Heute findet sie oft für floristische Zwecke Anwendung. Der Pilz ist in Europa bislang jedoch kaum als Heilpilz bekannt. In Asien wird er seit Generationen zur Unterstützung der Abwehrkräfte und als antiviraler Wirkstoff geschätzt, da er viele effektive Biovitalstoffe wie Polysaccharide (besonders PSP und PSK) enthält. Der Coriolus versicolor findet daher in der Traditionellen Chinesischen Medizin Anwendung unter anderem bei Erkältung und Grippe, Herpes, Gürtelrose, Zytomegalie und HIV. Gegen E.coli und Streptokokken hilft der Wirkstoff des Coriolus versicolor ebenso wie gegen den Pilz Candida. Zudem enthält der Coriolus versicolor das Kohlenhydrat PSK (Krestin), das die Tumorbildung hemmt, das Immunsystem stärkt und mit dem auch die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie gelindert werden können. LDL-Cholesterin im Blut kann durch die Schmetterlingstramete verringert werden. Der Pilz hilft bei Thrombosen, Rheuma, Bluthochdruck, Diabetes, Nierenentzündung und Leber- und Milzschwäche sowie bei Erschöpfung und chronischer Müdigkeit.

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